Frankreich: bald Besteuerung im Daytrading?

In Frankreich wie auch in anderen Ländern der EU werden immer wieder Möglichkeiten für neue Steuereinnahmen gesucht. Offensichtlich gerät nun auch das Daytrading ins Visier und soll mit der Finanztransaktionssteuer (FTT) erfasst werden.

Wie Euractiv vermeldet, findet sich ein entsprechender Passus im Haushaltsentwurf für 2016. Vor allem im Bereich Entwicklungspolitik sollen Einnahmen aus der FTT genutzt werden, die auch das Daytrading berühren.

Würden hochspekulative Geschäfte fortan besteuert, so könnten – laut einer Schätzung der Hilfsorganisation Oxfam – Einnahmen in Höhe von zwei bis vier Milliarden Euro entstehen. Auf welche Weise  und an welcher Stelle die Steuer erhoben werden soll, wurde jedoch bislang nicht konkretisiert.

In Deutschland gelten Daytrading-Gewinne als Kapitalerträge, die im Rahmen der Kapitalertragssteuer pauschal mit 25 Prozent besteuert werden. Wer einen entsprechenden Freistellungsauftrag vorweist, braucht diese Steuer nicht zu entrichten. Verluste dürfen natürlich verrechnet werden.

Wer Steuern sparen möchte, kann auf einen ausländischen Broker zurückgreifen, muss hier jedoch teilweise mit deutlich höheren Gebühren rechnen.