Daytrading: Backtesting als Erfolgsrezept?

Auf den ersten Blick erscheint Daytrading als lukrative Möglichkeit, um schnell viel Geld an der Börse zu verdienen. In der Praxis verlieren jedoch gerade Privatpersonen, was auch an mangelnder Strategie liegen kann.

Der Investor Verlag widmet sich dem Thema Backtesting und nimmt dabei das Daytrading im S&P 500 unter die Lupe. Hinter der Abkürzung verbirgt sich der Standard & Poor´s 500, ein Index, in dem sich die 500 größten US-Unternehmen an der Börse befinden.

Ein umfassendes Backtesting seit dem Jahr 1962 hat die tägliche Performance des Aktienindexes analysiert. Es zeigt sich dabei, dass das Daytrading zumindest in diesem Bereich nicht immer erfolgversprechend war.

Die meisten Ergebnisse für Daytrader lagen im Bereich zwischen 0,0 Prozent und 0,5 Prozent. Bedenkt man, dass beim Daytrading immer auch Gebühren anfallen, so kann davon ausgegangen werden, dass keine relevanten Gewinne erzielt wurden. Darüber hinaus zeigt sich, dass der beliebte S&P 500 an 80 Prozent der Tage nur Bewegungen unterhalb von einem Prozent zeigte.

Daytrading lohnt sich an 20 Prozent der Tage und dann auch nur bei einer Bewegung nach oben.

Bei anderen Indizes könnte das Ergebnis natürlich abweichen, weshalb es sich beim Backtesting nicht zwingend um ein Argument gegen das Daytrading handelt. Nichtsdestotrotz ist genaues Hinsehen und Analysieren zu empfehlen.