Ferrari: Börsengang steht unmittelbar bevor

Morgen ist es soweit. An der New York Stock Exchange werden erstmals Aktien des italienischen Sportwagenherstellers Ferrari zu haben sein. Daytrading – Fans stehen bereits in den Startlöchern und werden den Börsengang interessiert beobachten.

Das Handelsblatt greift das Thema auf, dämpft jedoch sogleich die Erwartungen. Zwar wird direkt in New York mit gleich zwei Nobelfahrzeugen des Herstellers geworben, doch wird im Artikel von einem „Stotterstart“ ausgegangen.

Angeboten werden neun Prozent der Aktien, die sich derzeit im Besitz von Fiat Chrysler befinden. Der voraussichtliche Emissionspreis dürfte zwischen 48 und 52 US-Dollar liegen, womit dem Autokonzern eine Summe in Höhe von knapp einer Milliarde US-Dollar zufließt. Anfang 2016 sollen dann die restlichen Anteile an die Aktionäre von Fiat Chrysler verteilt werden.

Der Börsenstart von Ferrari wurde dabei bereits vor einem Jahr angekündigt und hat sich unerwartet lang hingezogen. Analysten sind derzeit sehr skeptisch und weisen auf das geringe Wachstum des Autobauers und die hohen Technologiekosten hin.

Für das Daytrading dürfte solch fundamentale Daten jedoch weniger eine Rolle spielen. Vor allem in den ersten Wochen und Monaten könnte die Ferrari-Aktie mit hohen Kursschwankungen einhergehen, womit sich auch gute Chancen für Gewinne ergeben. Eine Sicherheit hierüber existiert aber naturgemäß nicht.

Überhaupt wird mancherorts bereits die hohe  Irrationalität eines Ferrari beschworen und auf die Aktien übertragen. Schließlich handelt es sich bei der Automarke aus Maranello um einen Mythos, dessen Aktien vor dem Start auch schon mehrfach überzeichnet sind.